Putz, Stuck & Mauerwerk

Schaiblingsturm Passau, (Mitte / 13 Jhd.)

Durch das Hochwasser 2013 wurden große Teile der Verputzung unterspült. Außerdem waren große Flächen der Westseite mit Schimmel befallen. Der erste Schritt der Maßnahme war die Beseitigung verschwärzter Bereiche, der ohne Verwendung chemischer Substanzen nicht ausführbar war. Im Anschluss wurde die gesamte Putzoberfläche des Turmes im Hochdruckwasserverfahren gereinigt.

Da der originale Putz, ausgeführt als Löschkalkverputzung, sehr weich war, wurden die beschädigten und unterspülten Flächen vorsichtig, ausschließlich mechanisch, abgenommen.

Um den Putz so originalgetreu wie möglich rekonstruieren zu können, wurden Sande nach der ermittelten Sieblinie aus drei verschiedenen Gruben der Umgebung verwendet. Der vor Ort hergestellte Löschkalkmörtel wurde nach historischem Vorbild in drei Lagen verputzt, wobei die letzte Lage in Oberfläche und Struktur der Umgebung angepasst wurde. Den Anstrich bildete ein dreimaliger Jura- Sumpfkalkanstrich, der mit Bürsten aufgetragen wurde.

Altstadtschule Passau, (Anfang / 20 Jhd.)

Durch das Hochwasser 2013 wurden große Bereiche der Fassade in Mitleidenschaft gezogen. Die Putzoberflächen unterschieden sich in Kalkglättputz im Innenhof zu einem 6mm Rieselbewurf im Außenbereich.

Nach Absprachen mit den Ämtern der Denkmalpflege wurde entschieden, nur die beschädigten Fassadenflächen zu bearbeiten und diese mechanisch bis ca. 20 cm über der Schadenskannte abzunehmen. Der Putz wurde als 3-Lagen Putz aufgebaut, wobei die letzte Lage im Innenhof geglättet wurde und die Außenflächen mit einem 6mm Rieselbewurf geworfen wurden.

Da auch der Anstrich nur an den neu verputzten Bereichen erfolgte, wurde der Farbton dem Bestehenden in Struktur und Alterungszustand angepasst

Bürgerhaus Passau, (Mitte / 18 Jhd.)

Durch das Hochwasser 2013 wurden große Teile der Verputzung unterspült. Im Verlauf der Beseitigung der Hochwasserschäden wurde festgestellt, dass sich die Fassade bzw. das Mauerwerk insgesamt in einem desolaten Zustand befand. Die Öffnung verschiedener Risse hatte zum Ergebnis, dass die gesamte Verputzung abgenommen werden musste. Das Ausmaß der Schäden, die anschließend dokumentiert werden konnten war erschreckend. Wie auf einem der Bilder zu erkennen, befanden sich sämtliche Übermauerungen der Fenster kurz vor dem Einsturz. Außerdem lagen große Teile des Mauerwerkverbundes hohl, da der Mauermörtel hier durch eindringendes Regenwasser in Bereichen der Risse vollständig ausgewaschen war. Unumgänglich war eine Herausnahme der Ziegel und Neuvermauerung in ca. 70% der Fassade. Nach der Sicherung und Stabilisierung des Mauerwerkverbundes wurde ein Kalkputz in drei Lagen aufgebracht. Die originalen Fensterfaschen und Mauerbänder, die bei einer der vorhergehenden Maßnahmen entfernt wurden, wurden nach Absprache mit den zuständigen Ämtern der Denkmalpflege wieder angeputzt und somit das originale Erscheinungsbild rekonstruiert.

Ebenso wurde die Farbigkeit in einem zarten Ocker an den Flächen und einem reduzierten Weiß an den Mauerbändern dem Original entsprechend wieder hergestellt.

Schurm Haunersdorf (19 Jhd.)

Haunersdorf, Bei den Arbeiten am Dachstuhl löste sich in diesen Übergangsbereichen der Putz teilweise ab. Durch dieses Schadensbild wurde eine komplette Untersuchung der Fassadenflächen durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass der gesamte Verputz inklusive Stuckierungen und Gesimsen hohl lag. Da die Kosten für die Sicherung der originalen Verputzung und Stuckierung nicht abzuschätzen waren und eine ausreichende und durchgängige Stabilität und Festigkeit des Putzes nicht sichergestellt werden konnte, wurde in Absprache mit den Ämtern der Denkmalpflege die komplette Abnahme des Putzes bis auf den Träger entschieden.

Ein Löschkalkmörtel nach historischem Vorbild wurde in drei Lagen angeputzt, die Gesimse am Objekt gezogen, der ornamentale Stuck als freie Antragstuckierung ausgeführt und die Hintergrundflächen mit einem 6mm Rieselbewurf angeworfen.

Die Farbigkeit wurde nach vorhergehender Befundsicherung in einem zarten Blaugrau rekonstruiert.

Landhaus in Südfrankreich (2.Hälfte / 20. Jhd.)

Durch das Auswaschen des Fugenmörtels löste sich der Mauerverbund der Vorsatzschale. Zu Beginn der Arbeiten war es notwendig, größere Bereiche zu sichern, die herauszufallen drohten. Hierbei wurden die Fugen bis zu einem festen, tragfähigen Bereich freigelegt und mit Kalksinterwasser verfestigt. Vor der abschließenden Verfugung, wurde die gesamte Oberfläche im Heißdampfverfahren unter Verwendung von entionisiertem Wasser gereinigt. Abschließend wurden die Fugen mit einem reinen Löschkalkmörtel verputzt.

Das Sichtmauerwerk im Innenbereich wurde nach selbigem Verfahren behandelt. Die Fassung der verputzten Bereiche erfolgte in einer mehrschichtigen Kalklasurtechnik.

Gestaltung in Sumpfkalklasur-Technik

Klosterkirche Reichenbach

Landkreis Cham, Romanischer Bau zur spätbarocken Basilika umgebaut, Baugeschichtliche Befundsicherung, Untersuchung der Gewölbetragfähigkeiten, Verpressung des Gewölbes über der Orgelempore, Restaurierung spätbarocker Fresken, Natursteinsanierung der Westfassade: Reinigung Festigung Ergänzung und Retusche der Granit-, und Kalksandsteinflächen

Klosterkirche Walderbach

Landkreis Cham, Gotischer Bau mit Spätbarocker Stuckierung im Presbyterium, Restauratorische Leitung der Mauerwerksverpressung, Restaurierung Ergänzung und Rekonstruktion der spätbarocken Stuckierungen im Presbyterium, Restaurierung der Steinfiguren an der Ostfassade der Kirche.

Hauskapelle des H.H. Generalvikars Hüttner (Moderne)

Passau, Moderne Architektur, Aufspachteln eines 1,20m hohen umlaufenden Mauerbandes und glatt spachteln der Mariennische, eingravieren und versilbern der 50cm breiten Ikonenfelder, spachteln und polieren des Mauerbandes und der Mariennische in grau und rotem Stucco Lustro

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