Schaiblingsturm Passau, (Mitte / 13 Jhd.)

Durch das Hochwasser 2013 wurden große Teile der Verputzung unterspült. Außerdem waren große Flächen der Westseite mit Schimmel befallen. Der erste Schritt der Maßnahme war die Beseitigung verschwärzter Bereiche, der ohne Verwendung chemischer Substanzen nicht ausführbar war. Im Anschluss wurde die gesamte Putzoberfläche des Turmes im Hochdruckwasserverfahren gereinigt.

Da der originale Putz, ausgeführt als Löschkalkverputzung, sehr weich war, wurden die beschädigten und unterspülten Flächen vorsichtig, ausschließlich mechanisch, abgenommen.

Um den Putz so originalgetreu wie möglich rekonstruieren zu können, wurden Sande nach der ermittelten Sieblinie aus drei verschiedenen Gruben der Umgebung verwendet. Der vor Ort hergestellte Löschkalkmörtel wurde nach historischem Vorbild in drei Lagen verputzt, wobei die letzte Lage in Oberfläche und Struktur der Umgebung angepasst wurde. Den Anstrich bildete ein dreimaliger Jura- Sumpfkalkanstrich, der mit Bürsten aufgetragen wurde.