Portfolio

Ein Auszug unserer wichtigsten Arbeiten

FFW Leoprechting

Gestaltung des Feuerwehrgebäudes Leoprechting mit dem heiligen Schutzpatron, sowie Schriftzügen, dem Wappen der Wehr und der Jahreszahlen.

Obernberg am Inn, Österreich

Objekt Hufnagl / Privatanwesen

Beginn der Arbeiten September 2016

Fertigstellung  2019

Entwurf, Planung und Ausführung folgender Arbeiten:

  • Putzarbeiten an der Fassade: Der Verputz wurde mit Kalkputz in Kalkglättputztechnik ausgeführt.
  • Aufputzen der Eckbossen und malerische Gestaltung als Granitimitation: Die Bossen wurden hier in einer Stärke von 1,5 cm aufgeputzt, die Oberfläche und Formen unterschiedlich geschnitten und in fünf Aufträgen in Kalkkasein und Pigmenten gemalt.
  • Malerarbeiten Fassade: Die farbliche Gestaltung erfolgte in einem Silikatanstrichsystem und ist mit selbst hergestellten Abtönkonzentraten ausgemischt.  
  • Entwurf und Gestaltung Saunaturm, in Anlehnung an Hundertwasser: Als Untergrund der Malerei wurde nach dem Grundverputz eine Feinputzlage gewählt, die gefilzt und geglättet wurde.  Alle Glasmosaikflächen wurden als Einzelmosaike angebracht, die ornamentale Gestaltung frei angezeichnet und in einem neuzeitlichen Bindemittelsystem mit eigens dafür entwickelten Abtönkonzentraten in fünf Aufträgen bemalt.   
  • Kaminverkleidung: Mauern des Kaminhutes in Vollklinker
  • Imitation Keramikfliesen im Innenbereich: Fehlende Keramikfliesen machten ein Improvisieren notwendig. Die Flächen wurden aufgeputzt, in Form geschnitten, verspachtelt und verschliffen, in Farbe und Oberfläche den vorgegebenen Fliesen angepasst und abschließend Hochglanz lackiert.  
  • Mauerwerksarbeiten: Sichtmauerwerk Fassade, Gartenmauer, Fachwerk etc. Die Ausführung der Mauerwerksarbeiten erfolgte nach historischem Vorbild. Um eine dauerhafte, schadenfreie Vermauerung alter gebrauchter Backsteine zu gewährleisten, kann nur mit reinen Kalkmörteln gearbeitet werden, die vor Ort gemischt und je nach Beanspruchung hergestellt wurden. Nach der Fertigstellung wurden die Oberflächen gereinigt und imprägniert. Für die Arbeiten wurden insgesamt ca. 40.000 alte Backsteine vermauert, wovon ca. 8.000 Stück für die Vormauerungen des Sichtmauerwerks am Wohngebäude gebraucht wurden.  
  • Planierarbeiten: Ausführung aller notwendiger Bagger- und Planierarbeiten   
  • Wegebauarbeiten: Das anlegen der Wege und Stützmauern erfolgte ausschließlich mit alten gebrauchten Granitplatten, die vor Ort zum Teil in Form geschlagen wurden.
  • Trockenmauer: Das Mauerwerk zum Nachbaranwesen wurde hier mit alten Findlingen, die vorher gereinigt wurden, als Trockenmauerwerk gesetzt.  
  • Backsteinmauer: Die 110 Meter lange Backsteinmauer mit Wachturm die das Grundstück umzieht, wurde aufwändig nach historischem Vorbild und Technik, mit ca. 32.000 alten Backsteinen errichtet.
  • Brunnenbau: Der Brunnen ist mit unterschiedlichen Materialen vermauert und in seiner Funktion aktiv. Die aus dem letzten Drittel des 19. Jhd. stammende Säule wurde entrostet und die Fassung entsprechend verschiedener Elemente der Fassade angepasst.

Abschlussgalerie

Schaiblingsturm Passau, (Mitte / 13 Jhd.)

Durch das Hochwasser 2013 wurden große Teile der Verputzung unterspült. Außerdem waren große Flächen der Westseite mit Schimmel befallen. Der erste Schritt der Maßnahme war die Beseitigung verschwärzter Bereiche, der ohne Verwendung chemischer Substanzen nicht ausführbar war. Im Anschluss wurde die gesamte Putzoberfläche des Turmes im Hochdruckwasserverfahren gereinigt.

Da der originale Putz, ausgeführt als Löschkalkverputzung, sehr weich war, wurden die beschädigten und unterspülten Flächen vorsichtig, ausschließlich mechanisch, abgenommen.

Um den Putz so originalgetreu wie möglich rekonstruieren zu können, wurden Sande nach der ermittelten Sieblinie aus drei verschiedenen Gruben der Umgebung verwendet. Der vor Ort hergestellte Löschkalkmörtel wurde nach historischem Vorbild in drei Lagen verputzt, wobei die letzte Lage in Oberfläche und Struktur der Umgebung angepasst wurde. Den Anstrich bildete ein dreimaliger Jura- Sumpfkalkanstrich, der mit Bürsten aufgetragen wurde. Dokumentation der Arbeiten.

Altstadtschule Passau, (Anfang / 20 Jhd.)

Durch das Hochwasser 2013 wurden große Bereiche der Fassade in Mitleidenschaft gezogen. Die Putzoberflächen unterschieden sich in Kalkglättputz im Innenhof zu einem 6mm Rieselbewurf im Außenbereich.

Nach Absprachen mit den Ämtern der Denkmalpflege wurde entschieden, nur die beschädigten Fassadenflächen zu bearbeiten und diese mechanisch bis ca. 20 cm über der Schadenskannte abzunehmen. Der Putz wurde als 3-Lagen Putz aufgebaut, wobei die letzte Lage im Innenhof geglättet wurde und die Außenflächen mit einem 6mm Rieselbewurf geworfen wurden.

Da auch der Anstrich nur an den neu verputzten Bereichen erfolgte, wurde der Farbton dem Bestehenden in Struktur und Alterungszustand angepasst. Dokumentation der Arbeiten.

Bürgerhaus Passau, (Mitte / 18 Jhd.)

Durch das Hochwasser 2013 wurden große Teile der Verputzung unterspült. Im Verlauf der Beseitigung der Hochwasserschäden wurde festgestellt, dass sich die Fassade bzw. das Mauerwerk insgesamt in einem desolaten Zustand befand. Die Öffnung verschiedener Risse hatte zum Ergebnis, dass ein Großteil des Verputzes abgenommen werden musste. Das Ausmaß der Schäden, die anschließend dokumentiert werden konnten war erschreckend. Wie auf einem der Bilder zu erkennen, befanden sich sämtliche Übermauerungen der Fenster kurz vor dem Einsturz. Außerdem lagen große Teile des Mauerwerkverbundes hohl, da der Mauermörtel hier durch eindringendes Regenwasser in Bereichen der Risse vollständig ausgewaschen war. Unumgänglich war eine Herausnahme der Ziegel und Neuvermauerung in ca. 70% der Fassade. Nach der Sicherung und Stabilisierung des Mauerwerkverbundes wurde ein Kalkputz in drei Lagen aufgebracht. Die originalen Fensterfaschen und Mauerbänder, die bei einer der vorhergehenden Maßnahmen entfernt wurden, wurden nach Absprache mit den zuständigen Ämtern der Denkmalpflege wieder angeputzt und somit das originale Erscheinungsbild rekonstruiert.

Ebenso wurde die Farbigkeit in einem zarten Ocker an den Flächen und einem reduzierten Weiß an den Mauerbändern dem Original entsprechend wieder hergestellt.

Schadenskartierung und Dokumentation der Arbeiten.

Schurm Haunersdorf (19 Jhd.)

Haunersdorf, Bei den Arbeiten am Dachstuhl löste sich in diesen Übergangsbereichen der Putz teilweise ab. Durch dieses Schadensbild wurde eine umfangreiche Untersuchung der kompletten Fassadenflächen durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass der gesamte Verputz inklusive Stuckierungen und Gesimsen hohl lag. Da die Kosten für die Sicherung der originalen Verputzung und Stuckierung nicht abzuschätzen waren und eine ausreichende und durchgängige Stabilität und Festigkeit des Putzes nicht sichergestellt werden konnte, wurde in Absprache mit den Ämtern der Denkmalpflege die Abnahme des Putzes bis auf den Träger entschieden.

Ein Löschkalkmörtel nach historischem Vorbild wurde in drei Lagen angeputzt, die Gesimse am Objekt gezogen, der ornamentale Stuck als freie Antragstuckierung ausgeführt und die Hintergrundflächen mit einem 6mm Rieselbewurf angeworfen.

Die Farbigkeit wurde nach vorhergehender Befundsicherung in einem zarten Blaugrau rekonstruiert. Dokumentation der Arbeiten.

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